Die Linke stellt sich gegen die Krankenhausschließungen im Kreis Borken

Die Linke KV Borken, Nils Feldhaus

Feldhaus: „Werden alle verfügbaren demokratischen Mittel nutzen, um diese Schließungen zu verhindern“

 

Der Kreissprecher der Linkspartei Nils Feldhaus äußert sich hierzu kämpferisch: „Krankenhausschließungen, da die Krankenhäuser nicht rentabel genug sind? Versorgungssicherheit und die Gesundheit der Bürger sollten hier im Fokus stehen und nicht Kapitalinteressen! Gesundheit ist keine Ware und daher gehört die Gesundheitsvorsorge in die öffentliche Hand!

Am vergangenen Freitag gab das Klinikum Westmünsterland die Schließung der Krankenhäuser in Vreden und Stadtlohn bekannt. Als Grund wurde die Unwirtschaftlichkeit der Kliniken angeführt. Kompensiert werden sollen diese Standortschließungen durch eine fortschreitende Zentralisierung der Gesundheitsversorgung, in diesem Fall eine Erweiterung des Krankenhauses in Ahaus.

Eine Nachricht, welche DIE LINKE. erschütterte. Während der Coronapandemie konnte und kann doch beobachtet werden, dass unser Gesundheitswesen schon jetzt unterfinanziert und überfordert ist. Die Partei befürchtet, dass der Kreis Borken durch die Schließungen in eine Unterversorgung gerät und fordert daher die Erhaltung beider Standorte. Eine zentralisierte Gesundheitsinfrastruktur bedeutet gerade im ländlichen Raum eine Verlängerung von Notfalltransporten.

Der Kreissprecher der Linkspartei Nils Feldhaus äußert sich hierzu kämpferisch: „Krankenhausschließungen, da die Krankenhäuser nicht rentabel genug sind? Versorgungssicherheit und die Gesundheit der Bürger sollten hier im Fokus stehen und nicht Kapitalinteressen! Gesundheit ist keine Ware und daher gehört die Gesundheitsvorsorge in die öffentliche Hand! Seit der Privatisierung des Gesundheitswesens können wir nun schon beobachten, dass ein Krankenhaus nach dem anderen weichen muss, mit fatalen Folgen für die betroffenen Regionen. Wir werden alle verfügbaren demokratischen Mittel nutzen, um diese Schließungen zu verhindern!“

Ein Blick in den Essener Norden verrät, was eines dieser demokratischen Mittel sein könnte. Dort kämpft DIE LINKE. bereits seit Monaten Hand in Hand mit der Bürgerbewegung „Krankenhausentscheid Essen – Versorgung sichern, Krankenhäuser retten“ für einen Bürgerentscheid. Dieser soll die Bewahrung zweier Krankenhäuser sicherstellen, welche auch den Investorinteressen zum Opfer fallen sollen. Ein Austausch zwischen den beiden Kreisverbänden ist schon geplant.