Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans Wald- und Biotopbereich
Die Linke Gronau hat eine Stellungnahme zur vorgelegten Änderung des Flächennutzungsplans zum Wald- und Biotopbereich zwischen Pfarrer-Reukes-Strasse, Enschederstrasse, Schiefe Strasse eingereicht. Darin spricht sie sich gegen die Zerstörung dieses Biotops aus und lehnt die Änderung des Flächennutzungsplans ab. "Eine Zerstörung dieses Biotops für eine Wohnbebauung ist in der heutigen Zeit unvorstellbar und unverzeihbar" sagt Robert Brandt, Stellvertretender sachkundiger Bürger im Bauauschuss und Sprecher des OV Gronau Die Linke. Die Linke fordert, dass diese urbane Verwilderungsfläche ein innerstädtisches Naturschutzgebiet wird und nicht durch eine Bebauung zerstört werden Einen kleinen Teil zu erhalten, wie es in der Unterlage steht, ist Augenwischerei, weil der Wald als Gesamtorganismus betrachtet werden muss. "Alleine durch die Bautätigkeit werden die Tiere durch Lärm und Bewegung gestört oder vertrieben" Darauf weist Michael Raus, Die Linke und Sachkundiger Bürger im Umweltausschuss, hin.
Es sollte inzwischen zum Allgemeinwissen gehören, dass der Klimawandel mit zunehmender Hitze, wie wir es gerade erlebt haben, ein Umdenken bezüglich der Gestaltung der Städte erfordert. In den Städten braucht es mehr Platz für Grünflächen, die für ein gutes Klima und saubere Luft sorgen. Man braucht Erholungsorte im engsten Lebensumfeld. Zunehmende Versiegeltung und weniger Grün weisen in die falsche Richtung. Die zunehmende Flächenversiegelung muss gestoppt werden. Grün ist abei aber nicht gleich Grün. Rollrasen kann mit altem Baumbestand nicht mithalten. Es bedarf unversiegelter Böden zur Versickerung von Wasser und Grünflächen zur Kühlung. Dass der Erhalt eines Biotops nicht ausreicht, um Gronau für die Zukunft zu rüsten, ist schon klar, aber es ist ein Baustein und es ist ein Signal dafür, dass auch hier umgedacht wird. "Klimatische Umweltbedingungen sind untrennbar mit Gesundheit verbunden. Und das Wohl der Bürger:innen sollte im Mittelpunkt politischer Entscheidungen stehen" betont Marita Wagner, Sprecherin des OV Die Linke und Ratsfrau abschliessend.
Robert Brandt, Die Linke Stadtsprecher
Marita Wagner, Die Linke Stadtsprecherin
